Aktuelle Informationen in Zusammenhang

mit der ausserordentlichen COVID-19 Situation

31.08.2020 – Update 14 zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Gerne informieren wir Sie nachfolgend im Zusammenhang mit der Coronapandemie:

Kurzarbeitsentschädigung

Wir haben Sie am 20.08.2020 informiert, dass ab dem 1. September 2020 die Mehrheit der ausserordentlichen Massnahmen entfallen. Damit entfällt auch der Anspruch von temporären Mitarbeitenden auf Kurzarbeitsentschädigung.

In diesem Zusammenhang weisen wir Sie darauf hin, die Kündigung Ihrer temporären Arbeitsverhältnisse, die von der Kurzarbeit betroffen sind, in Betracht zu ziehen. Wir erinnern Sie daran, dass Ihre Kunden während der Kündigungsfrist grundsätzlich verpflichtet sind, ihren vertraglichen Leistungen aus dem Verleihvertrag nachzukommen.

Aufhebung der Kurzarbeit-Lohnarten in den Einsätzen

Um die Aufhebung der Kurzarbeit in den Einsätzen zu berücksichtigen, müssen diese Einsätze manuell mutiert werden.

Bei dieser manuellen Mutation müssen die Kurzarbeit-Lohnarten aus den weiteren Lohnarten des Einsatzes gelöscht werden. Sobald dies gemacht ist, stehen die Lohnarten nur noch bis zum Vortag des Mutationsdatums in der manuellen Rapporterfassung und in EasyMission zur Verfügung.

Falls Sie Unterstützung für diese Mutation benötigen, steht Ihnen das Service Desk der Realisator zur Verfügung.

Quarantänepflicht für Einreisende

Ebenso haben wir Sie informiert, dass Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko aufgehalten haben und danach in die Schweiz einreisen, 10 Tage in Quarantäne müssen.

Die Pflicht zur Quarantäne gilt nicht absolut. Für Grenzgängerinnen und Grenzgänger gilt eine Ausnahme gemäss Art. 4 Abs. 1 lit. d der Covid-19-Verordnung «Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs». Grenzgänger müssen hingegen eine allfällige Quarantänepflicht in ihrem Wohnsitzstaat befolgen.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

20.08.2020 – Update 13 zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Gerne informieren wir Sie über die jüngsten Massnahmen des Bundesrates:

Kurzarbeitsentschädigung

Ab dem 1. September 2020 entfällt die Mehrheit der ausserordentlichen Massnahmen (Ausweitung der Anspruchsgruppen auf z.B. temporäre Arbeitnehmende, zusätzliche finanzielle Entlastung der Unternehmen) und es erfolgt eine Rückkehr zum ursprünglichen System der Kurzarbeitsentschädigung.

Ab dem 1. September 2020 gilt wieder eine maximale Bewilligungsdauer von Kurzarbeit von 3 Monaten. Folglich verlieren Bewilligungen ihre Gültigkeit, die zu diesem Zeitpunkt älter als 3 Monate sind: Bewilligungen, die vor dem 2. Juni 2020 erteilt wurden, enden somit am 31. August 2020.

Die davon betroffenen Unternehmen müssen eine neue Voranmeldung von Kurzarbeit einreichen. Wenn Sie ab 1. September 2020 weiterhin Kurzarbeitsentschädigung abrechnen wollen, dann müssen Sie bis spätestens 21. August 2020 eine neue Voranmeldung einreichen, dies aufgrund der Voranmeldefrist von 10 Tagen.

Ab dem 1. September 2020 gilt neu eine Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung von 18 Monaten (statt 12 Monaten).

Das vereinfachte Verfahren bei der Voranmeldung und das summarische Verfahren bei der Abrechnung gelten noch bis Ende Dezember 2020. Die entsprechenden Formulare finden Sie hier.

Quarantänepflicht für Einreisende

Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in einem Staat oder Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko aufgehalten haben und danach in die Schweiz einreisen, müssen 10 Tage in Quarantäne. Dazu gehören unseres Erachtens auch Grenzgänger (ist in Abklärung). Die Meldung muss innerhalb von 2 Tagen nach Einreise bei der zuständigen kantonalen Behörde erfolgen.

Ausnahmen von der Quarantänepflicht sind in Art. 4 der Covid-19-Verordnung «Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs» geregelt.

Die betroffenen Staaten und Gebiete sind auf einer Liste definiert.

Lohnfortzahlung oder Erwerbsersatz für Reisende aus Risikogebiet?

Zuerst muss geprüft werden, ob eine Lohnfortzahlungspflicht des Arbeitgebers durch den Arbeitsvertrag besteht. Im Streitfall muss ein Gericht entscheiden.

In zwei Fällen ist die Lohnfortzahlungspflicht gegeben:

  • Wenn der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmenden in einen Staat oder ein Gebiet mit erhöhtem Infektionsrisiko zur Arbeit entsendet und der Arbeitnehmende nach der Rückreise in die Schweiz in Quarantäne muss.
  • Wenn der Arbeitnehmende trotz Quarantäne arbeiten kann, also im Homeoffice.

Wenn ein Arbeitnehmender aufgrund der Quarantäne für Einreisende nicht arbeiten kann und keinen Lohn erhält, gilt folgendes:

  • Es besteht Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, wenn der Arbeitnehmende die Quarantäne unverschuldet antreten muss. Unverschuldet heisst, dass das Reiseziel zum Zeitpunkt der Abreise nicht auf der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko stand und der Arbeitnehmende zum Zeitpunkt der Abreise auch nicht aufgrund einer offiziellen Ankündigung wissen konnten, dass sein Reiseziel während der Reise auf diese Liste gesetzt wird.
  • Somit besteht kein Anspruch auf Entschädigung, wenn das Reiseziel bei der Ausreise bereits auf der Liste der Staaten und Gebiete mit erhöhtem Infektionsrisiko stand.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

02.05.2020 – Update 12 zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Gerne informieren wir Sie über die für unsere Branche wichtigsten Massnahmen des Bundesrates und stützen uns dabei auf die jüngsten Medienmitteilungen des Bundesrates:

Lockerungen im Migrationsbereich per 8. Juni 2020

Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom 27. Mai 2020 beschlossen, die zum Schutz der Schweizer Bevölkerung vor einer Ausbreitung des Coronavirus erlassenen Einreisebeschränkungen angesichts der positiven epidemischen Entwicklung weiter zu lockern.

Folgende Lockerungen im Migrationsbereich werden am 8. Juni 2020 in Kraft treten:

  • Die Kantone bearbeiten wieder alle Gesuche um eine Aufenthalts- oder Grenzgängerbewilligung von Erwerbstätigen aus einen EU- oder EFTA-Staat. Das Gleiche gilt für Meldungen über den Stellenantritt für einen kurzfristigen Arbeitseinsatz bei einem Arbeitgeber in der Schweiz und für grenzüberschreitende Dienstleistungen von maximal 90 Tagen pro Jahr.
  • Auch Gesuche für Arbeitskräfte aus Drittstaaten werden wieder bearbeitet. Eine Zulassung ist möglich, wenn der Arbeitseinsatz im öffentlichen Interesse liegt und zum Beispiel der wirtschaftlichen Landesversorgung dient oder wenn ein Unternehmen aus wirtschaftlicher Sicht dringend auf diese Fachkräfte angewiesen ist und der Einsatz nicht verschoben oder aus dem Ausland erledigt werden kann.

Der Bundesrat beabsichtigt, die Personenfreizügigkeit und Reisefreiheit im gesamten Schengen-Raum bis spätestens am 6. Juli vollständig wiederherzustellen. Gegenüber Deutschland, Österreich und Frankreich sollen die Grenzkontrollen wie angekündigt bereits per 15. Juni 2020 aufgehoben werden.

Aktivierung der Stellenmeldepflicht per 8. Juni 2020

Gleichzeitig hat der Bundesrat beschlossen, parallel zu diesem Lockerungsschritt die vorübergehend ausgesetzte Stellenmeldepflicht per 8. Juni 2020 wieder zu aktivieren.

Die Realisator AG passt die Funktionen in E@syTemp entsprechend dieser Änderung per Montag, 8. Juni 2020, 00h00 an.

Schrittweiser Ausstieg aus den Corona-Massnahmen

Gemäss Beschluss des Bundesrates werden die notrechtlich verordneten Massnahmen in Abstimmung mit den Lockerungsetappen zur Öffnung der Wirtschaft schrittweise aufgehoben :

  • Für Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung sowie mitarbeitende Ehegatten oder eingetragene Partner und Partnerinnen entfällt der ausserordentliche Anspruch auf Kurzarbeit auf Ende Mai. Dies entspricht ungefähr dem Ende der COVID-Massnahmen für Erwerbsausfälle für direkt oder indirekt betroffene Selbständigerwerbende, die am 16. Mai aufgehoben wurden.
  • Weiter wird auch die Voranmeldefrist wieder eingeführt. Diese wurde aufgehoben, da die verordneten Einschränkungen für Unternehmen nicht vorhersehbar waren. Für die Unternehmen ist es somit möglich, die Voranmeldung unter Einhaltung der Voranmeldefrist vorzunehmen. Unternehmen, für welche Kurzarbeit bereits bewilligt wurde, müssen aufgrund dieser Anpassung kein neues Gesuch einreichen.

Die übrigen notrechtlichen Massnahmen enden wie vorgesehen per 31. August 2020 mit dem Ablauf der Verordnung über Massnahmen im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Zusammenhang mit dem Coronavirus (COVID-19). Es bleibt den Unternehmen weiterhin möglich, aufgrund des Coronavirus das Instrument der Kurzarbeit zu nutzen, um Arbeitsplätze zu erhalten.

Ausserordentliche Lage endet am 19. Juni 2020

Der Bundesrat hat angesichts der epidemiologischen Entwicklung auch entschieden, die ausserordentliche Lage nach Epidemiengesetz per 19. Juni 2020 zu beenden. Ab dann gilt wieder die besondere Lage. Parallel dazu bereitet der Bundesrat die Überführung der relevanten Covid- Bestimmungen in ein dringliches und befristetes Covid-19-Gesetz vor, das voraussichtlich am 19. Juni 2020 in die Vernehmlassung geschickt werden soll.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

29.04.2020 – Update 11 zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Diese Woche haben uns folgende zwei Informationen des SECO zur Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung erreicht:

Personen mit massgebenden Entscheidungsbefugnissen

Die Höhe dieser Vergütung für Personen mit massgebenden Entscheidungsbefugnissen hängt vom Beschäftigungsgrad und vom Grad des Arbeitsausfalles ab, wie nachfolgende Beispiele zeigen:

Beispiel Vollzeitstelle

«Versicherter Verdienst»: CHF 4’150.- brutto
Bei 100%-Arbeitsausfall beträgt der Verdienstausfall CHF 4’150.-
KAE beträgt 80% des Verdienstausfalls, also CHF 3’320.-

Beispiel 80%-Stelle

«Versicherter Verdienst»: CHF 3’320.- brutto
Bei 100%-Arbeitsausfall beträgt der Verdienstausfall CHF 3’320.-
KAE beträgt 80% des Verdienstausfalls, also CHF 2’656.-
Bei 40%-Arbeitsausfall beträgt der Verdienstausfall CHF 1’328.-
KAE beträgt 80% des Verdienstausfalls, also CHF 1’062.40

In der KAE-Abrechnung COVID-19 ist bei der AHV-pflichtigen Lohnsumme der jeweils (nach Pensum angepasste) «versicherte Verdienst» anzugeben.

Rückwirkende Gutheissung von Ansprüchen auf KAE

Temporärangestellte haben Anspruch auf die Kurzarbeitsentschädigung ab dem 17. März 2020, auch wenn der Personaldienstleister die Voranmeldung nach der Publikation der Massnahme (20. März 2020) gemacht hat. Dies gilt aber nur für Anträge, die zwischen dem 17.  und 31. März 2020 gestellt worden sind. Ist die Voranmeldung von Kurzarbeit nach dem 31. März 2020 erfolgt, gilt keine Rückwirkung mehr.

Für die Abrechnungsperioden ab April 2020 ist nach dem in der SECO-Weisung neu dargelegten Verfahren (Bilden von Betriebsabteilungen mit den jeweils anspruchsberechtigten verliehenen temporären Mitarbeitern pro von KA betroffenen Einsatzbetrieben) vorzugehen. Entsprechend haben alle Personalverleiher auch eine neue «Voranmeldung von Kurzarbeit» bei der zuständigen KAST einzureichen, soweit die bereits eingereichte Voranmeldung von den neu geltenden Vorschriften abweicht (siehe unser Update 10 vom 15. April 2020). Solche neuen «Voranmeldungen von Kurzarbeit» können für die ganze Abrechnungsperiode April 2020 geltend gemacht werden, und dies, auch wenn die Formulare «Voranmeldung von Kurzarbeit» erst nach der Publikation der SECO-Weisung (9. April 2020) eingereicht worden sind.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

15.04.2020
Update 10 zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Das SECO hat diverse Fragen zur Voranmeldung und Abrechnung von Kurzarbeit bei in Einsatzbetriebe verliehenen, temporären Mitarbeitenden («TMA») geklärt.

Damit ist sichergestellt, dass alle Kantone die Erfassung von Kurzarbeit bei TMA gleich handhaben. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass in gewissen Fällen neu angemeldet werden muss.

Der uns vorliegende Auszug aus der Weisung 2020/6 vom 9. April 2020 an die AVIG-Durchführungsstellen umfasst im Wesentlichen folgende Punkte:

Formular «Voranmeldung von Kurzarbeit»

Die Voranmeldung erfolgt durch den Personalverleiher als rechtlicher Arbeitgeber bei der kantonal zuständigen Amtsstelle (KAST; Amt für Wirtschaft und Arbeit, Arbeitslosenkasse). Es ist pro Einsatzbetrieb (= Betriebsabteilung des Personalverleihers) jeweils eine separate Voranmeldung auszufüllen. Bitte beachten Sie unsere Bemerkungen dazu unter dem Titel «Umgang mit bereits bewilligten Voranmeldungen und Abrechnungen».

«Betriebsabteilung»: Als solche gilt der von Kurzarbeit betroffene Einsatzbetrieb. Im Feld «Betriebsabteilung» ist Name und Adresse des Einsatzbetriebes anzugeben. Alle Angaben in der Voranmeldung beziehen sich einzig und allein auf die TMA in diesem Einsatzbetrieb

Beispiel: Personalverleiher X hat 7 Mitarbeitende im Einsatzbetrieb Y. Alle 7 TMA bilden eine Betriebsabteilung von Personalverleiher X.

Formular «Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung»

Die Summe der Sollstunden (Release Notes, S. 11, Abrechnungsformular Ziff. 3), der wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden (Release Notes, S. 11,  Abrechnungsformular  Ziff. 4) und der AHV-Lohnsumme (Release Notes, S. 11,  Abrechnungsformular Ziff. 5) sind pro Einsatzbetrieb zu erfassen.

Zuständigkeit auf Seiten der KAST und ALK

Es ist zulässig, alle Voranmeldungen der verschiedenen Betriebsabteilungen zentral bei der KAST am Hauptsitz des Personalverleihers einzureichen. Für grosse Personalverleihunternehmungen empfiehlt das SECO, die Beantragung und Abrechnung über die Filialen zu steuern.

Falls der Verleihbetrieb für alle Betriebsabteilungen zudem dieselbe Kasse wählt, kann er auch alle Antrags- und Abrechnungsformulare bei derselben Kasse einreichen.

Arbeitszeitkontrolle und Nachweis des anrechenbaren Arbeitsausfalls

Die Information und Nachweise betreffend die Summe der Sollstunden und die wirtschaftlich bedingten Ausfallstunden aller anspruchsberechtigter TMA pro von KA betroffenem Einsatzbetrieb (Betriebsabteilung) ist für jede Abrechnungsperiode vom Personalverleiher beim Einsatzbetrieb einzuholen.

Der Personalverleiher hat zudem den Nachweis der betrieblichen Arbeitszeitkontrolle für eine allfällige nachgelagerte Arbeitgeberkontrolle des SECO zu erbringen. Für das temporäre Personal erfolgt dies durch die Erfassung im E@syMission Stundenrapport (siehe Release Notes, S. 6, Ziff. 3.2.2) bzw. auf dem Papier-Stundenrapport (siehe Release Notes, S. 7, Ziff. 3.2.3). Für das festangestellte Personal hat dies gesondert in einem Arbeitszeiterfassungsprogramm oder einer Excel-Tabelle zu erfolgen (z.B. unter https://www.service-arbeitszeit.ch/tools-zur-zeiterfassung > Excel-Tabelle zur Zeiterfassung).

Umgang mit bereits bewilligten Voranmeldungen und Abrechnungen

Für bereits eingereichte Voranmeldungen und Abrechnungen gilt für die Abrechnungsperiode März 2020 das bis anhin verwendete Verfahren (z.B. Anmeldung des gesamten Betriebs mit einem Formular (für alle TMA und Festangestellten) oder verschiedenen Formularen (Aufteilung der Festangestellten und Temporärmitarbeitenden) usw.).

Für die Abrechnungsperioden ab April 2020 gilt das neue Verfahren. Personalverleiher haben eine neue «Voranmeldung von Kurzarbeit» bei der zuständigen KAST einzureichen, soweit die bereits eingereichte Voranmeldung von den neu geltenden Vorschriften abweicht.

Möglich ist, dass ein Anspruch von Personalverleihern bzw. deren TMA auf KAE abgelehnt worden ist. Falls sie unter Anwendung des neuen Verfahrens den prozentualen Mindestarbeitsausfall von 10% pro Monat erreichen, so hat die Durchführungsstelle auf ihren Entscheid zurückzukommen.

Beispiel: Verleihbetrieb X hat in der Filiale Y 250 TMA, wovon 10 im Einsatzbetrieb Z tätig sind. Der Verleihbetrieb hat diese 10 zur Kurzarbeit angemeldet. Die Durchführungsstelle hat das Gesuch abgewiesen, weil die 10%-Schwelle nicht erreicht wurde. Nach neuem Verfahren hat der Verleihbetrieb X Anspruch auf KAE für die 10 TMA im Betrieb Z, da die 10%-Schwelle für den Betriebsteil «Einsatzbetrieb Z» erfüllt ist.

Risiko von Doppelabrechnungen

Als eindämmende Massnahmen zur Aufdeckung allfälliger missbräuchlicher Doppelabrechnungen von KAE durch Einsatzbetriebe für an sie verliehene temporäre Mitarbeitende sind nachgelagerte Arbeitgeberkontrollen durch das SECO vorgesehen.

Die Realisator AG hat die nötigen Anpassungen in E@syTemp für eine Abrechnung pro Einsatzbetrieb mittels der Liste “Abrechnung Kurzarbeit”, bereits umgesetzt.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

09.04.2020
Update 9 zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Wir legen mit diesem Update einen Fokus auf die Kosten von KAE und geben Ihnen mit der Aufstellung Arbeitgeberkosten der KAE und der Vorlage «Informationen und Bestätigung im Zusammenhang mit der KAE für temporäre Arbeitnehmende» zwei Informations- und Absicherungswerkzeuge in die Hand um Ihre Kunden für die Kosten von KAE zu sensibilisieren.

KAE – Sozialversicherungsbeiträge

In Bezug auf die Abrechnung der KAE haben sich folgende neuen Erkenntnisse ergeben:

AHV/IV/EO/ALV-Beiträge Arbeitgeberseite:

Die Arbeitslosenkasse vergütet gewisse Arbeitgebersozialversicherungsbeiträge vorliegend auf 100% der AHV-Lohnsumme für ausgefallene Stunden (und nicht auf 80%) Die Arbeitgeber haben die vollen Sozialversicherungsbeiträge auf dem 100%-Lohn zu entrichten. Die Rückvergütung der Arbeitgeberanteile erfolgt via KAE.

Die Arbeitslosenkasse vergütet nur die Arbeitgeberbeiträge für AHV/IV/EO/ALV von 6.375%.

BUV-Prämien SUVA

Die Suva hat beschlossen, die Kurzarbeitsentschädigung während der Corona-Krise von der BUV-Prämie zu befreien. Die offizielle Information durch die SUVA an die Betriebe und Verbände ist bereits erfolgt. Die jährliche Lohnsummenmeldung an die SUVA hat wie gewohnt zu erfolgen. Die SUVA prüft, wie die praktische Umsetzung erfolgen soll. Die Realisator AG wird dem Entscheid der SUVA in Easytemp in den nächsten Tagen Rechnung tragen und darüber informieren.

Kinderzulagen

Gemäss unseren Informationen ist eine Befreiung der Kurzarbeitsentschädigung von der Kinderzulagen-Prämie nicht vorgesehen.

Vollzugs- und Weiterbildungsbeiträge GAV Personalverleih (GAVP)

Swissstaffing hat seinen Mitgliedern empfohlen, die GAVP-Beiträge weder auf Arbeitnehmer- noch auf Arbeitgeberseite zu erheben, da die mit dem GAVP-Beitrag finanzierten Leistungen grossmehrheitlich nicht erbracht werden können, wenn keine Arbeitsstunden anfallen.

Wir weisen darauf hin, dass die GAVP-Beiträge mangels eines Beschlusses der paritätischen Kommission Personalverleih nach wie vor geschuldet sind (Art. 7 Abs. 4 GAVP). Die Realisator AG wird diese Beiträge im Rechtschutzinteresse unserer Kunden bis auf Weiteres abrechnen.

Sozialversicherungsrechtliche Unterstellung

Gemäss BSV ändert die sozialversicherungsrechtliche Unterstellung von Personen, für die normalerweise gestützt auf bilaterale Sozialversicherungsabkommen das Schweizer Sozialversicherungsrecht gilt, nicht, wenn die betroffenen Personen aufgrund der aussergewöhnlichen Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus vorübergehend die Arbeitsleistung nicht physisch in der Schweiz erbringen können (Home office; Weisung BSV über Massnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus im Bereich der AHV/IV/EO Beiträge, Organisation und Versicherungsunterstellung).

KAE – Anspruch von Arbeitnehmenden auf Abruf auf KAE

Der Bundesrat hat gestern bekannt gegeben, dass Arbeitnehmende auf Abruf, deren Beschäftigungsgrad starken Schwankungen unterliegt (mehr als 20 Prozent), ebenfalls Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung haben, sofern sie seit mehr als 6 Monaten in dem Unternehmen arbeiten, das Kurzarbeit anmeldet.

Die zuständige Behörde bestimmt den Arbeitsausfall auf der Basis der letzten 6 oder 12 Monate und rechnet den für die jeweilige Arbeitnehmerin oder den jeweiligen Arbeitnehmer günstigsten Arbeitsausfall an (Art. 8f COVID-10-Verordnung Arbeitslosenversicherung).

KAE – Nichtanrechnung des Zwischenverdienstes an die KAE

Zudem werden neu Einkommen aus einer Zwischenbeschäftigung nicht mehr an die Kurzarbeitsentschädigung angerechnet. Das bedeutet konkret: Wenn ein Angestellter in Kurzarbeit vorübergehend beispielsweise als Erntehelfer arbeitet, darf er diesen Zusatzverdienst behalten – ohne dass dadurch die Kurzarbeitsentschädigung gekürzt wird. Der Bundesrat will dadurch zwei Ziele erreichen: Erstens soll die Regelung jenen Firmen helfen, die derzeit dringend Personal benötigen, etwa im Gesundheitswesen, in der Landwirtschaft oder der Logistik. Zweitens wird dadurch das Auszahlungsverfahren vereinfacht, was die zuständigen Behörden entlastet.

KAE – Voranmeldung und Abrechnung bei Verleihbetrieben

Die Kantone haben verschiedene Anforderungen an die Voranmeldung der KAE. Dies hat uns, wie bereits mitgeteilt, schon vor über 2 Wochen veranlasst, dem SECO verschiedene verleihspezifische Fragen zu unterbreiten, um einen einheitlichen Vollzug sicherzustellen (siehe Update 8 vom 3. April 2020). Das SECO wird nun eine angepasste Weisung an die kantonalen Vollzugsstellen – insbesondere unter Berücksichtigung verleihspezifischer Fragen zur Anmeldung und Abrechnung erlassen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Angehörigen schöne Ostern.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

03.04.2020
Update 8 zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Wir informieren Sie nachfolgend über ausgewählte Neuerungen des Bundesrates und Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Coronasituation im Bereich KAE, Ausländerrecht und Arbeitsvermittlungsrecht.

Kurzarbeitsentschädigung

In Bezug auf die Abrechnung der KAE haben sich folgende neue Erkenntnisse ergeben :

  • Das Formular «COVID-19 Antrag und Abrechnung Kurzarbeitsentschädigung» wurde angepasst: Die maximal anzugebende AHV-pflichtige Lohnsumme für Personen mit massgebenden Entscheidbefugnissen und ihre Ehegatten beträgt CHF 4’150.-, was eine Kurzarbeitsentschädigung von CHF 3’320.- (80%) ergibt.
  • Vorschüsse für KAE können bei der kantonalen Amtsstelle (kantonales Amt für Wirtschaft und Arbeit bzw. Arbeitslosenkasse) verlangt werden.

Die Kantone haben verschiedene Anforderungen an die Voranmeldung der KAE. Dies hat uns veranlasst, dem SECO verschiedene verleihspezifische Fragen zu unterbreiten, um einen einheitlichen Vollzug sicherzustellen. Nächste Woche werden wir Ihnen voraussichtlich folgende Hilfsmittel zur Verfügung stellen können:

  • Die Antworten des SECO zu verleihspezifischen Fragen der Voranmeldung und Abrechnung für KAE
  • Eine Briefvorlage / Checkliste für Ihre allfälligen Verhandlungen mit Einsatzbetrieben (Kostenbeteiligung, Bestätigung Leistungen während Kündigungsfristen)
  • Aufstellung «was kostet mich die KAE?»

Ausländerrecht

Der Bundesrat hat entschieden, dass allen Personen aus einem Risikoland (aktuell Schengen-Staaten mit Ausnahme von Fürstentum Liechtenstein) die Einreise in die Schweiz verweigert wird (Art. 3 COVID-19-Verordnung 2). Ausgenommen sind beispielsweise Personen mit einem gültigen Reisedokument und einem Aufenthaltstitel (schweizerische Aufenthaltsbewilligung, Grenzgängerbewilligung).

Einreisen zur Erwerbstätigkeit werden derzeit nicht bewilligt. Entsprechend wird auf diese Gesuche nicht eingetreten und bereits hängige Gesuche werden als gegenstandslos geworden abgeschrieben. Die Gesuchsteller haben ihren Antrag nach Aufhebung der Einreisebeschränkungen neu einzureichen. Behandelt werden hingegen Gesuche für  Spezialisten im Zusammenhang mit dem Gesundheitswesen.

Gesuche um Verlängerung der ausländerrechtlichen Bewilligung bzw. der vorläufigen Aufnahme werden wie üblich geprüft. Einzelne Gemeindeverwaltungen haben ihren Schalter geschlossen oder stark eingeschränkt. Es kann deshalb vorkommen, dass Verlängerungsgesuche oder Gesuche um Erteilung von Bewilligungen nicht eingereicht werden können.

In diesen Fällen haben die Ausländerinnen und Ausländer mit der Gesuchseinreichung bis zur Wiedereröffnung der Schalter ihrer Gemeindeverwaltung zuzuwarten. Gesuche müssen nach wie vor über die Einwohnerkontrollen erfolgen. Ab dem 13. März 2020 verspätet eingereichte Gesuche bzw. Anmeldungen werden von den Behörden nicht sanktioniert.

Wir empfehlen Ihnen in der aktuellen Situation Folgendes zu beachten

  • Beobachten Sie die Bewilligungsdauer der Arbeitsbewilligungen Ihrer temporären Mitarbeitenden und reichen Sie die Gesuche genügend früh ein, es kann aufgrund der Coronasituation zu Verzögerungen in der Bearbeitung kommen.
  • Falls ein Gesuch nicht bearbeitet werden kann, weil die betreffende Einwohnerkontrolle geschlossen hat, so stellen Sie bitte sicher, dass sie die Einreichung des Gesuches nachweisen können (mittels Mail bzw. eingeschriebenem Brief). Ein Einsatz ohne entsprechende Bewilligung ist in diesem Fall möglich und wird nicht sanktioniert.

Arbeitsvermittlungsrecht

Das SECO hat bestätigt, dass Einsatz- und Verleihverträge während der Corona-Krise digital unterzeichnet werden können. Eine E-Mail-Antwort oder ein pdf-scan des unterschriebenen Vertrages reichen.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

27.03.2020
Update 7 zum Coronavirus COVID-19
Release Notes Kurzarbeitsentschädigung (KAE)

Geschätzte Damen und Herren

Wir haben in den letzten Updates immer wieder über die Kurzarbeitsentschädigung (KAE) informiert. Gerne informieren wir Sie, wie die Kurzarbeitsentschädigung in E@syTemp und E@syMission zu handhaben ist. Die Release-Notes, welche in E@syTemp zu finden sind, umfassen folgende Kapitel:

  1. Internes und externes Personal im Monatslohn
  2. Externes Personal (Stundenlöhner)
  3. Auswertung für monatliche Abrechnung an die Arbeitslosenkasse (ALK) – in Kürze verfügbar
    und unter Drucken / Verarbeitung -> Lohn -> Abrechnung Kurzarbeit, zu finden sein.
  4. Antrag und Abrechnung von Kurzarbeitsentschädigung (KAE)

Für Mitarbeiter im Monatslohn als auch für Mitarbeiter im Stundenlohn haben wir jeweils zwei Lohnarten eröffnet, welche Sie über unseren Service Desk bestellen können.

Die aktuell gültigen Formulare für die Anmeldung zur Kurzarbeitsentschädigung finden Sie auf der Seite von arbeit.swiss unter häufig benötigte Formulare.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

26.03.2020
Update 6 zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Wir haben Sie mit unserem Mailing Update 4 vom 23. März 2020 über die Liquiditätshilfe für Unternehmen informiert.

Unternehmen mit Liquiditätsproblemen können zu ihrer Bank gehen. Diese kann in unbürokratischer Weise COVID-Überbrückungskredite bis 500’000 Franken (COVID-19-Kredit) vergeben. Der Bund verbürgt das Geld in diesem Umfang zu 100%. Der Zinssatz beträgt 0%. Weitergehende Kredite von über CHF 500’000 bis zur maximalen Höhe von CHF 20 Mio. (COVID-19-Kredit-Plus) werden zu 85% vom Bund verbürgt und setzen eine Prüfung durch die Banken voraus. Der Zinssatz beträgt 0.5%.

Es gelten folgende Voraussetzungen für die Kreditgewährung

  1. Gründung des Unternehmens vor dem 1. März 2020
  2. Unternehmen befindet sich zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs nicht in einem Konkurs- oder Nachlassverfahren oder in Liquidation
  3. Wirtschaftlich erhebliche Umsatzeinbusse infolge COVID-19 Pandemie
  4. Unternehmen hat zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs keine weiteren Liquiditätssicherungen gestützt auf die notrechtlichen Regelungen in den Bereichen Sport oder Kultur erhalten (für Personalverleih nicht relevant)

Die Gewährung eines Kredits ist ausgeschlossen, wenn

  1. Der Umsatz 2019 den Betrag von CHF 500 Mio. überschritten hat
  2. Der Kredit dazu dienen würde, neue Investitionen ins Anlagevermögen zu tätigen, welche nicht Ersatzinvestitionen sind

Die Kreditanträge sowie eine schrittweise Anleitung für den COVID-19-Kredit und den COVID-19-Kredit Plus finden Sie seit heute hier.

So reichen Sie Ihr Gesuch für Ihren COVID-19-Kredit ein

  1. Laden Sie auf obenstehendem Link die Vereinbarung für Ihren Kredit herunter, füllen Sie alle verlangten Felder aus und drucken Sie das PDF aus
  2. Unterschreiben Sie die Vereinbarung
  3. Scannen Sie die Vereinbarung ein und verschicken Sie diese per E-Mail oder per Briefpost an die Bank
  4. Die Bank prüft die Vereinbarung. Ist diese komplett, wird Ihnen das Geld direkt von der Bank ausbezahlt

Die Ausschüttung von Dividenden und Tantiemen, das Zurückerstatten von Kapitaleinlagen, die Gewährung von Aktivdarlehen sowie das Zurückführen von Gruppendarlehen sind für die Dauer des Kredites untersagt. Ob auch die Gewährung von Boni unter diese Regel fällt, ist nicht abschliessend geklärt. Bei Zuwiderhandlung drohen Bussen bis zu CHF 100’000.

Kurzarbeitsentschädigung (KAE)

Im Rahmen der KAE wurde die Voranmeldefrist von 3 Tagen aufgehoben und die Genehmigungsdauer der KAE von 3 auf 6 Monaten erhöht. Voranmeldungen können neu auch telefonisch erfolgen.

Stellenmeldepflicht

Der Bundesrat hat zudem verordnet, dass die Stellenmeldepflicht ab dem 26. März 2020 00h00 für die Dauer von sechs Monaten aufgehoben wird, also bis und mit 26. September 2020. Die temporäre Aufhebung der Stellenmeldepflicht bedeutet im Wesentlichen:

  • Arbeitgeber müssen der öffentlichen Arbeitsvermittlung keine offenen Stellen in den Berufsgruppen, Tätigkeitsbereichen oder Wirtschaftsregionen mit einer über dem Durchschnitt liegenden Arbeitslosigkeit melden.
  • Der Zugriff auf die Informationen über die gemeldeten Stellen wird nicht für eine befristete Zeit auf Personen beschränkt, die bei der öffentlichen Arbeitsvermittlung in der Schweiz angemeldet sind.
  • Die öffentliche Arbeitsvermittlung muss den Arbeitgebern keine passenden Dossiers von angemeldeten Stellensuchenden innert kurzer Frist zustellen.
  • Der Arbeitgeber muss keine geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten zu einem Bewerbungsgespräch oder einer Eignungsabklärung einladen. Die Resultate müssen nicht der öffentlichen Arbeitsvermittlung mitgeteilt werden.

Die Realisator AG passt die Funktionen in E@syTemp entsprechend dieser Änderung per Freitag, 27. März 2020, 00h00 an.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

24.03.2020
Update 5 zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Gestern haben wir Sie über aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus (Kurzarbeitsentschädigung, Corona-Erwerbsausfall-Taggelder, Liquiditätshilfe für Unternehmen etc.).

Heute haben wir zur Zustimmung des Arbeitnehmenden zur Kurzarbeit eine neue Information vom SECO erhalten:

  • Braucht es eine Bestätigung des Arbeitnehmers, dass er mit Kurzarbeit einverstanden ist?
    -> Nein, das Formular «Zustimmung zur Kurzarbeit» muss nicht eingereicht werden.

Die Arbeitgeber müssen jedoch in der Voranmeldung schriftlich bestätigen, dass alle von Kurzarbeit betroffenen Mitarbeitenden mit der Einführung von Kurzarbeit einverstanden sind. Diese Bestätigung ist seit heute neu im überarbeiteten Formular «KAE Voranmeldung COVID-19» aufgeführt.

Die aktuell gültigen Formulare für die Anmeldung zur Kurzarbeitsentschädigung finden Sie hier.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

23.03.2020
Update 4 zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Der Bundesrat hat letzten Freitag beschlossen, Ansammlungen mit mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum zu verbieten, namentlich auf öffentlichen Plätzen, auf Spazierwegen und in Parkanlagen. Siehe die Medienmitteilung des Bundesrates.

Zudem hat der Bundesrat beschlossen, der Schweizer Wirtschaft in der Corona-Krise zusätzlich zu den bereits beschlossenen 10 Mia. Franken weitere 32 Mia. Franken zur Verfügung zu stellen für folgende Bereiche:

Kurzarbeitsentschädigung

Der Bundesrat hat folgende Neuerungen beschlossen:

  • Die Betriebe können neu auch Kurzarbeit beantragen für befristet angestellte Personen, Temporärpersonal, Lehrlinge und Personen, die im Betrieb über eine grosse Entscheidungsbefugnis respektive eine arbeitgeberähnliche Stellung verfügen (Gesellschafter, finanziell am Betrieb Beteiligte, Geschäftsleitungsmitglieder, mitarbeitende Ehegatten und Personen in eingetragener Partnerschaft etc.). Letztere können eine pauschale Entschädigung von CHF 3’320 geltend machen.
  • Der Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung entsteht nun bereits ab dem ersten Tag. Der Bundesrat hat hier diverse Vereinfachungen geplant, wie z.B. dass bestehende Überstunden vor Bezug von KAE nicht mehr abgebaut werden müssen sowie die Begründung in der Voranmeldung kürzer gehalten werden kann.
  • Falls Sie bereits ein Gesuch um Kurzarbeitsentschädigung eingereicht haben und dieses erweitern möchten, empfehlen wir Ihnen ein neues Gesuch mit allen Anspruchsberechtigten einzureichen.

Für Fragen zur Anmeldung von Kurzarbeitsentschädigung siehe unsere Mitteilungen vom 18. und 19. März 2020. Zur Anmeldung von Kurzarbeitsentschädigung für das Temporärpersonal haben wir vom SECO folgende Info erhalten:

  • Wie muss die Kurzarbeitsentschädigung für Temporärpersonal beantragt werden?
    -> Dazu ist dasselbe Formular «Voranmeldung von Kurzarbeit» zu verwenden (siehe Anhang).
  • Muss bei der Voranmeldung auf den Einsatzbetrieb verwiesen werden (denn dieser ist ja wirtschaftlich von Kurzarbeit betroffen)?
    -> Nein
  • Braucht es eine Bestätigung des Arbeitnehmers, dass er mit Kurzarbeit einverstanden ist?
    -> Ja, siehe Formular «Zustimmung zur Kurzarbeit» im Anhang. Gewisse Kantone wie Zürich verlangen keine Einwilligung des Arbeitnehmers für die Kurzarbeit.
  • Müssen die monatlichen KAE-Stundenabrechnungen erstellt werden?
    -> Nein, die Abrechnung erfolgt mit dem Formular «KAE Antrag und Abrechnung COVID-19» (siehe Anhang).

Corona-Erwerbsausfall-Taggelder

Selbständig Erwerbende, die wegen behördlicher Massnahmen Erwerbsausfälle erleiden, werden in folgenden Fällen entschädigt (sofern keine andere Versicherung leistet):

  • Betriebsschliessung (unbefristetes Taggeld)
  • Betreuungsaufgaben infolge Schulschliessung (Taggeld für 30 Tage)
  • Ärztlich verordnete Quarantäne (Taggeld für 10 Tage)

Angestellte haben Anspruch auf Erwerbsausfall-Taggelder, wenn sie infolge Kinderbetreuungspflichten Erwerbsunterbrüche erleiden (unbefristeter Taggeldanspruch) oder sich in ärztlich verordneter Quarantäne befinden (max. 10 Taggelder).

Liquiditätshilfe für Unternehmen

Unternehmen mit Liquiditätsproblemen können zu ihrer Bank gehen. Diese kann in unbürokratischer Weise COVID-Überbrückungskredite bis 500’000 Franken (max. 10% des Umsatzes) vergeben. Der Bund verbürgt das Geld in diesem Umfang zu 100%. Ab Mitte dieser Woche sollen so tausende Betriebe rasch zu Geld kommen. Weitergehende Kredite von über CHF 500’000 bis zur maximalen Höhe von CHF 20 Mio. (max. 10% des Umsatzes) werden zu 85% vom Bund verbürgt und setzen eine Prüfung durch die Banken voraus.

Sozialversicherungen/Steuern/Mehrwertsteuer

Den von der Krise betroffenen Unternehmen kann ein vorübergehender, zinsloser Zahlungsaufschub für die Beiträge der Sozialversicherungen (AHV/IV/EO/ALV) sowie eine Reduktion der Akontozahlungen gewährt werden, wenn die Lohnsumme erheblich gesunken ist. Ferner können bei den Steuern des Bundes (Mehrwertsteuer, Direkte Bundessteuer, Verbrauchssteuern und Zölle) die Zahlungsfristen erstreckt werden. In der Zeit vom 21. März bis 31. Dezember 2020 werden keine Verzugszinsen erhoben.

Vorübergehender Rechtsstillstand im Betreibungswesen

Am 18. März 2020 hat der Bundesrat einen vorübergehenden Rechtsstillstand im Betreibungswesen angeordnet. Vom 19. März bis am 4. April 2020 dürfen Schuldner in der ganzen Schweiz nicht betrieben werden. Direkt im Anschluss beginnen die gesetzlichen Betreibungsferien. Diese haben die gleiche Wirkung und dauern bis am 19. April 2020.

Um die Schliessung von Baustellen zu verhindern und die Angestellten besser zu schützen, verpflichtet der Bundesrat die Arbeitgeber im Baugewerbe und in der Industrie, die Empfehlungen des Bundes betreffend Hygiene und Abstandhalten einzuhalten (Anzahl Personen limitieren, Organisation anpassen, Menschenansammlung von mehr als fünf Personen in Pausenräumen und Kantinen verhindern). Die paritätischen Kommissionen, die kantonalen Arbeitsinspektorate und die SUVA kontrollieren diese Einhaltung. Die Kantone können einzelne Betriebe oder Baustellen bei Nicht-Einhaltung schliessen.

Das Bundesamt für Justiz hat die Rechtmässigkeit von weitergehenden Massnahmen, die von bestimmten Kantonen beschlossenen wurden, verneint (z.B. Kanton Tessin, die alle Baustellen geschlossen haben).

In eigener Sache:

Derzeit sind im Zusammenhang mit der Geltendmachung und Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung noch viele Fragen offen. Wir setzen alles daran, diese Fragen so rasch wie möglich zu klären. Bitte lesen Sie unsere Mailings aufmerksam durch und kontaktieren Sie unsere Abteilungen «Rechtsdienst», «Service Desk», «Finanzbuchhaltung» und «Lohnverarbeitung» nur, wenn Sie zu unseren Mailings Verständnisfragen haben.

Wenn Sie aber in unseren diversen Kundeninformationen keine Antwort auf Ihre Frage zur Geltendmachung und Abrechnung der Kurzarbeitsentschädigung finden, so können Sie davon ausgehen, dass auch wir die Antworten noch nicht kennen oder dass es hierzu noch keine Antwort gibt.

Betreffend die Lohnabrechnung des Monats März, empfehlen wir Ihnen, diese in der gewohnten Art und Weise abzuwickeln und allfällige Korrekturen infolge KAE zu einem späteren Zeitpunkt vorzunehmen, es sei denn, der Entscheid über Anspruch und Umfang der KAE liegt bereits vor.

Für Fragen können Sie sich auch an folgende Stelle wenden:

SECO Infoline für Unternehmen

+41 58 462 00 66

Montag bis Freitag, 7h00-20h00

coronavirus@seco.admin.ch

Wir danken Ihnen im Dienste aller Kunden für Ihr Verständnis sowie Ihr solidarisches Mitwirken.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

19.03.2020
Update 3 zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Gestern haben wir Sie über aktuelle Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus und insbesondere über die Kurzarbeitsentschädigung informiert.

Heute haben wir zur zuständigen kantonalen Meldestelle eine wichtige Information erhalten:

Bei welcher kantonalen Stelle muss ein Betrieb mit mehreren Filialen/Abteilungen die Voranmeldung für Kurzarbeitsentschädigung einreichen?

Gemäss Corona/Kurzarbeitsentschädigung-Weisung 2020/02 wurden Erleichterungen bei der Voranmeldung von Kurzarbeit in Zusammenhang mit dem Coronavirus in Kraft gesetzt:

Zuständig für die Behandlung der Voranmeldung ist die kantonale Amtsstelle des Kantons, in dem sich der Betrieb oder die Filialen/Abteilungen befinden. Im Rahmen der Erleichterungen ist es zulässig, alle Voranmeldungen der verschiedenen Filialen/Abteilungen zentral bei der kantonalen Amtsstelle des Hauptsitzes einzureichen. Es muss jedoch nach wie vor für jede Filiale/Abteilung eine separate Voranmeldung eingereicht werden.

Beispiel: Ein Verleihbetrieb hat seinen Hauptsitz in Lausanne und 3 Filialen in Genf, Bern und Zürich. Die zuständige kantonale Amtsstelle ist jene des Kantons Waadt. Dort hat der Verleihbetrieb alle 4 Voranmeldungen (des Hauptsitzes und seiner 3 Filialen) einzureichen.

Die zuständige Stelle finden Sie hier.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

18.03.2020
Update zum Coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Angesichts der Massnahmen des Bundesrates der vergangenen Tage informieren wir Sie über folgende Punkte:

Was bedeuten die aktuellen Massnahmen des Bundesrates?

Mit der Verordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus (COVID-19-Verordnung 2) hat der Bundesrat am Freitag, 13. März 2020 das Vorgehen zur Eindämmung und Bekämpfung des Virus massiv verschärft und weitere weitreichende Massnahmen, wie das Verbot von Präsenzunterricht an allen Bildungseinrichtungen, das Verbot von öffentlichen und privaten Veranstaltungen ab 100 Personen sowie die Erweiterung des Veranstaltungsverbots auf Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe beschlossen.

Mit Entscheid von diesem Montagnachmittag hat der Bundesrat die Massnahmen weiter verschärft und eine aussergewöhnliche Lage bis mindestens 19. April 2020 ausgerufen: Es besteht ein öffentliches und privates Veranstaltungsverbot (Art. 6 Abs. 1 COVID-19-Verordnung 2). Alle Läden, Märkte, Restaurants, Bars sowie Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Bibliotheken, Kinos, Konzert- und Theaterhäuser, Sportzentren, Schwimmbäder und Skigebiete wurden geschlossen. Zudem wurden Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen geschlossen, in denen das Abstand halten nicht eingehalten werden kann, wie Coiffeur- und Kosmetiksalons (Art. 6 Abs. 2). Geöffnet bleiben die Einrichtungen und Veranstaltungen, die für das Aufrechterhalten des öffentlichen Lebens notwendig sind (Poststellen, Apotheken und Drogerien, Lebensmittelläden, Tankstellen, Banken, Gesundheitseinrichtungen, Hotels etc.; Art. 6 Abs. 3).

Damit ist klar, dass auch Verleihbetriebe geöffnet sein dürfen, da sie nicht als «Betriebe mit personenbezogenen Dienstleistungen mit Körperkontakt» zu qualifizieren sind. Auch Baustellen, Industriebetriebe, Werkstätten und kaufmännische Betriebe beispielsweise dürfen weiterhin geöffnet bleiben, sofern der Betrieb nicht aus anderweitigen Gründen ganz oder teilweise eingestellt werden muss (fehlende Baustoffe, Auftragseinbruch etc.). Die geöffneten Betriebe müssen aber zwingend die Empfehlungen des BAG (Hygiene, social distancing) umsetzen. Wir bitten Sie an Ihre Kunden zu appellieren, dass

  • sie ihre eigenen Betriebe, soweit möglich, offenhalten und weiterarbeiten
  • temporäre Arbeitseinsätze nach Möglichkeit nicht kündigen, wenn das Personal noch eingesetzt werden könnte
  • die Empfehlungen des BAG strikt umzusetzen haben.

Für diese anspruchsvolle Beratungstätigkeit Ihrer Kunden stehen wir Ihnen gerne beratend zur Verfügung.

Der Bundesrat hat zudem entschieden, auch die Grenzen zu Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich zu kontrollieren. Die Einreise ist nur noch Schweizer Bürgerinnen und Bürgern, Personen mit einem Aufenthaltstitel in der Schweiz sowie Personen, die aus beruflichen Gründen in die Schweiz reisen müssen, erlaubt. Auch der Transit- und der Warenverkehr sind weiter erlaubt.

Wir empfehlen Ihnen dringend, die Beantragung von Kurzarbeitsentschädigung Ihres internen Personals vorzubereiten (siehe FAQ für alle Details). Der Bundesrat hat das SECO zudem beauftragt, bis am 20. März 2020 die Kurzarbeitsentschädigung für das verliehene und das befristet angestellte Personal zu prüfen. Dies setzt aber eine (dringliche) Gesetzesänderung voraus. Zudem ist das SECO daran, weitere finanzielle Entlastungen für betroffene Unternehmen in Erwägung zu ziehen. Bereits heute möglich ist ein Überbrückungskredit für KMU in Liquiditätsschwierigkeiten aufgrund des Coronavirus (siehe FAQ für die Bürgschaft). Der Bundesrat hat beschlossen, aktuell 10 Milliarden Schweizer Franken für die Soforthilfe zur Verfügung zu stellen.

Welche neuen Massnahmen treffen wir?

Die Realisator AG und die eCare AG haben die nächste Stufe ihres Pandemieplanes umgesetzt: Persönliche Kunden- und Lieferantenbesuche sind ab sofort untersagt, sowohl in unseren Geschäftslokalitäten als auch auswärtig. Wir bereiten uns derzeit vor, damit wir künftig Telepräsenz-Meetings mit unseren Kunden wahrnehmen können.

Unser schrittweise ausgerollter Pandemieplan erlaubt uns, unsere Dienstleistungen im Bereich Lohnverarbeitung, Buchhaltung, Rechtsdienst und KTG-Administration weiterhin in einem reduzierten Mass zu gewährleisten.

Welche rechtlichen Fragen stellen sich für die Branche?

Im Anhang haben wir für Sie weitere drängende rechtliche Fragen und Antworten mit einem besonderen Fokus auf die Kurzarbeitsentschädigung und das Spezialregime Bürgschaften zusammengestellt.

Wir halten Sie insbesondere zu den möglichen finanziellen Entlastungen zeitnah auf dem Laufenden. Für Fragen zum Dienstleistungsbetrieb unterstützen wir Sie gerne.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG

02.03.2020
Erste Information zum coronavirus COVID-19

Geschätzte Damen und Herren

Aufgrund der neuesten Entwicklungen rund um das Coronavirus möchten wir Sie über folgende Punkte informieren :

Was bedeuten die aktuellen Veranstaltungsverbote des Bundesrates?

Der Bundesrat hat gestützt auf Art. 6 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (Epidemiegesetz, EpG) das Recht zur Ergreifung notrechtlicher Massnahmen gegenüber einzelnen Personen, der Bevölkerung im Allgemeinen sowie gegenüber Angehörigen des Gesundheitswesens, wenn die ordentlichen Vollzugsorgane nicht in der Lage sind, den Ausbruch und die Verbreitung übertragbarer Krankheiten zu verhüten und zu bekämpfen («besondere Lage»). Solche Massnahmen können auch Unternehmen betreffen und z.B. Homeoffice für die Belegschaft und Betriebsschliessungen bedeuten.

Gestützt auf die eingangs erwähnte Rechtsgrundlage hat der Bundesrat vergangenen Freitag Grossveranstaltungen mit mehr als 1’000 Personen per sofort und bis zum 15. März 2020 verboten (betrifft z.B. Genfer Autosalon und Uhrenmesse, Basler Fasnacht, Fussballspiele der Super und Challenge League). Das Verbot kann verlängert oder auch jederzeit geändert (z.B. Herabsetzung der Personenzahl) werden.

Das Veranstaltungsverbot ist eine erste Massnahme. Im Falle steigender Fallzahlen ist mit weiteren Massnahmen zu rechnen.

Wie sind Realisator AG und eCare AG vorbereitet?

Wir haben einen mehrstufigen Pandemieplan ausgearbeitet, der uns erlaubt, unsere Dienstleistungen im Bereich Lohnverarbeitung, Buchhaltung, Rechtsdienst und KTG-Administration selbst bei weiteren Massnahmen des Bundesrates in einem reduzierten Mass zu gewährleisten.

Welche rechtlichen Fragen stellen sich für die Branche?

Wir haben die drängendsten rechtlichen Fragen und Antworten zusammengestellt und erweitern diese Liste bei Bedarf.

Wir halten Sie auf dem Laufenden. Für Fragen zum Dienstleistungsbetrieb stehen Ihnen Christophe Macherel (CEO Realisator AG) und Roger Kühne (CEO eCare AG) sowie für rechtliche Fragen Arie Joehro, CLO gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüsse

Ihre Realisator AG und eCare AG